Liebe Lesende, oder diesmal lieber:

Liebe Hörende,

Wer es gestern nicht zu der wunderbaren Veranstaltung der Brennenden Buchstaben geschafft hat und sich deswegen (zurecht) ärgert, kann sich nun beruhigt zurücklehnen und erleichtert aufatmen. Es gibt alles auf Video, keine Sekunde ist verloren. 🙂 Das kunstvolle Bühnenbild für meine Kurzgeschichte „Die Nacht der Toten / Eine Familiengeschichte“ hat Miara Lubitsch kreiert, ich bedanke mich herzlich! Das Setting für die Lesung von Axel Aldenhoven, der aus seinem Köln-Thriller „Auf der Mauer, auf der Lauer“ gelesen hat, stammt von Barlock Barbosa. Beide Lesungen sind, ganz ohne falsche Bescheidenheit, absolut hörenswert und ich kann sie mit gutem Gewissen empfehlen. Also, ich wünsche euch viel Vergnügen und einen schönen Sonntag! Herzlichst, eure Sy

Samstag, 10. April: Axel Aldenhoven und Sybille Lengauer live!

Am Samstag, den 10. April ab 20 Uhr erwarten euch im Kreativdorf zwei wunderbare Vorleser. Sybille Lengauer wird ihre Kurzgeschichte „Die Nacht der Toten (Eine Familiengeschichte)“ im Brennenden Theater lesen. Ihr habt Sybille zuletzt mit ihrer großartigen Lesung „Im Göttergarten / Die Erleuchtung“ beim Vierten Virtuellen Literaturcon erlebt. Obwohl Titel und Plakat den Eindruck erwecken, handelt es sich nicht um eine Horrorstory. Die Bühne baut Miara Lubitsch alias Karin Hewing. Axel Aldenhoven stellt uns danach ab 21 Uhr seinen knallharte Köln-Thriller „Auf der Mauer auf der Lauer“ vor. Zartbesaitete Gemüter seien schon einmal gewarnt. Das völlig unblutige Bühnenbild kommt einmal mehr von Barlok Barbosa alias Bernhard Bettschen.Ton über den Discord-Server der Brennenden: https://discord.gg/P3x79XwUnd über www.radio-rote-dora.org:9000Live Video Übertragung auf youtube unter www.youtube.de/brennendebuchstabenSLURL: https://maps.secondlife.com/seco…/Port%20Genieva/51/108/22

Eine aktuelle Kurzgeschichte aus 2021, wunderbar vorgetragen von Lars:

Im Bunker

Donnerstag, 14. Februar 2041, Uhrzeit 2:43, 

Wieder schlecht geschlafen. Das unregelmäßige Surren der Luftaustauschpumpe hat mich die ganze Nacht wach gehalten. Man könnte meinen, dass ich mich nach all den Jahren an dieses elende Scheißgeräusch gewöhnt hätte. Sieht leider nicht so aus. Sieht vielmehr so aus, als könnte ich es mittlerweile noch weniger ertragen. Bin wohl dünnhäutiger geworden. Sensibler. Reizbarer. Einsamkeit stellt so etwas mit einem an. Untergräbt jedes noch so stabile geistige Fundament, bis nichts weiter übrig bleibt als löchriger Schweizer Käse. Oder französischer Brie de Meaux, innen butterweich und außen deliziös angeschimmelt. Ich könnte noch hundert weitere Käse-Analogien aufzählen. Oder es bleiben lassen. Ich vermisse Käse – ich vermisse frische Milch und den Geschmack von heißem Kakao. Ich vermisse so vieles… Ich sollte nicht darüber nachdenken, das tut mir nicht gut. Werde heute weiter am Periskop arbeiten. Ich muss endlich einen Blick auf die Außenwelt haben, selbst wenn ich nur verbrannte Erde und atomverseuchte Felsen zu Gesicht bekomme – ich muss die Oberfläche wiedersehen.  Uhrzeit 22:53, Nachtrag: Die Konservendosen von SB sind verdorben. Habe stichprobenartig achtzehn Dosen geöffnet, keine ist noch genießbar. Werde eine weitere Wurmkiste anlegen müssen, um die Mengen an organischem Abfall zu bewältigen. Gibt zumindest mehr Dünger, man muss es positiv sehen.Morgen nicht vergessen: Wasserfilter reinigen!

Freitag, 15. Februar 2041 Uhrzeit 3:27

Verdammt lange Nacht. Die innere Unruhe entwickelt sich immer mehr zur schlechten Dauergewohnheit. Kaum lege ich mich ins Bett beginnt das Hirn zu rotieren. Spielt mir Szenen aus der Kindheit vor, oder wiederholt Gespräche, die ich vor Jahrzehnten geführt habe (oder vielleicht niemals geführt habe, sondern nur gerne geführt hätte, weil ich ein feiger Hund war und mich nicht getraut habe den Mund aufzumachen). Stundenlang wandern die Gedanken wie frei umherstreifendes Wild durch meinen Schädel und ich finde nicht in den Schlaf. Birgit nannte es immer: „Den Dreh nicht finden“ und ich glaube, das drückt es ganz gut aus. Ich finde den Dreh einfach nicht mehr, schlafe nur noch auf Raten, wenn die Erschöpfung überhand nimmt. Ich brauche endlich eine neue Perspektive, sonst… Werde heute die neue Wurmkiste anlegen und die Konserven überprüfen und, sofern noch Zeit bleibt, weiter am Periskop arbeiten. Sollten wirklich alle Dosen von SB verdorben sein, wäre das ein herber Rückschlag. Hätte mich voll auf Trockennahrung und Indoor Plants verlassen sollen. Hinterher ist man immer schlauer. Uhrzeit 22:56, Nachtrag: Nicht nur SB ist komplett verdorben, auch alle Stichproben der Konserven von RationX sind hinüber. Das macht ganze 286 Dosen. Hätte mir die neue Wurmkiste sparen können, bei den Mengen macht die kaum einen Unterschied. Morgen nicht vergessen: Rationsbuch aktualisieren!

Samstag, 16. Februar 2041, Uhrzeit 2:56,

Schon wieder nur drei Stunden geschlafen. Mein Körper fühlt sich an als wäre er durch eine gewaltige Nudelmaschine gewalzt worden, jedes Gelenk schmerzt, jeder Muskel brennt sauer. Werde heute Vormittag ein ausgedehntes Sportprogramm absolvieren, um meine Beweglichkeit wiederherzustellen. Außerdem werde ich das abendliche QiGong um einige Atem- und Dehnungsübungen erweitern, hatte heute Nacht genug Zeit ein paar Anleitungen aus den Büchern zu studieren. Ich muss mich eindeutig besser um meine körperliche Verfassung kümmern, alle meine Wirbel und Gelenke knacken und krachen und ich warte nur darauf, dass meine Arme und Beine einfach vom Rumpf abfallen, plop, plop, plop, plop, und schon kullern sie auf dem Boden hin und her. Mein Kopf darf gerne gleich mit abfallen und in die hinterste Ecke des Bunkers rollen, dann sehe ich nichts mehr als Dunkelheit und kann endlich zur Ruhe kommen. Habe keine Lust heute am Periskop zu schaffen, werde nachmittags puzzeln und leichte Musik hören. Selbstverständlich weiß ich, dass eigentlich der Sonntag für Puzzles und Entspannungsmusik reserviert ist, aber der Samstag Nachmittag liegt so nah am Sonntag, da kann man schon mal eine Ausnahme machen. Uhrzeit 11:48, Nachtrag: Sport ist Mord – morgen habe ich bestimmt fürchterlichen Muskelkater. Hat trotzdem gut getan, mir ist warm bis in die Knochen. Uhrzeit 22:15 Ich habe Puzzle 36 komplettiert! 10.000 Teile und nun ist jedes an seinem Platz. Das Pferdemotiv ist ein wenig kitschig, aber das wusste ich ja schon vorher. Trotzdem ein wunderbares Gefühl, wie jedes Mal. Zum Glück ist morgen Sonntag, da kann ich in Ruhe abbauen und mit den Vorbereitungen für Puzzle 37 beginnen. Ich liebe es gemütlich im Sessel zu sitzen und die vielen kleinen Teile zu sortieren, die glatten Randstücke herauszusuchen und dabei die Gedanken treiben zu lassen. Morgen wird ein guter Tag. Morgen nicht vergessen: Generator warten!

Sonntag, 17. Februar 2041, Uhrzeit 5:51

Das Sport- und Entspannungsprogramm hat sich erstaunlich positiv ausgewirkt, ich habe sechs zusammenhängende Stunden geschlafen und fühle mich wie neu geboren. Vermutlich habe ich diese Beobachtung bereits früher notiert, weil ich sie immer wieder mache – ich bin besser ausgeruht, wenn ich eine gerade Anzahl von Stunden geschlafen habe. Zum Beispiel 4, 6 oder 8 Stunden. Die ungeraden, also 5, 7 oder 9 Stunden, vertrage ich nicht so gut, dann komme ich einfach schlechter in die Gänge und werde oft den ganzen Tag nicht richtig wach. Liegt wahrscheinlich an den REM-Phasen oder so, aber was weiß ich schon. Werde heute Puzzle 37 vorbereiten und den Hausputz erledigen. Ist mächtig was liegen geblieben über die letzten Tage. Duschen sollte ich auch dringend, ich weiß gar nicht, warum mir die Körperpflege manchmal so schwer fällt, warum ich mich an manchen Tagen förmlich überwinden muss, mir die Zähne zu putzen oder das Haar zu kämmen. Sind das vielleicht schon Anzeichen einer Depression oder bin ich einfach nur träge und faul geworden? Steckt nicht in uns allen ein ungepflegter Höhlenmensch, der sich nach einem gemütlichen Schlammbad in der Sonne sehnt? Nach der Sonne sehne ich mich tatsächlich, aber lassen wir das… Uhrzeit 09:07, Nachtrag: Seltsame Geräusche an der Außentür des Bunkers. Ein dröhnendes Klopfen, laut und sehr kräftig, als wollte jemand oder ETWAS unbedingt herein. Aber da draußen kann doch niemand sein, oder? Habe ich Halluzinationen? Bilde ich mir die Geräusche nur ein, habe ich eine solche Sehnsucht nach Kontakt, dass ich sie herbeiträume? Ich muss endlich das verfluchte Periskop fertigstellen, das hat ab heute absolut oberste Priorität, ich darf nicht weiter blind hier unten hocken und auf das Beste hoffen. Uhrzeit 23:54 Nachtrag: Die seltsamen Geräusche haben sich noch weitere 2 Mal wiederholt, um 12:35 und um 18:05 Uhr. Wer auch immer dieses laute Klopfen verursacht, versucht offenbar in den Bunker zu gelangen. Ich würde lügen, wenn ich behaupte keine Angst zu haben. Ach, was soll das Gefasel – ich scheiße mir fast in die Hose! Wer oder was könnte den totalen Atomkrieg überlebt haben? Kriechen da draußen abscheulich verunstaltete Gestalten über die sterilisierte Welt, um in den Trümmern der Städte nach kläglichen Resten zu suchen, die sie zum überleben brauchen? Ziehen Horden verhungernder Mutanten über die gottverlassene Erde, blutgierig und halb wahnsinnig vor Schmerz? Halt, die Fantasie geht mit mir durch. Angst stellt die sonderbarsten Dinge mit meinem Gehirn an. Trotzdem, das Periskop muss zwingend fertig werden.Morgen nicht vergessen: Nicht verrückt werden!

Montag 18. Februar 2041, Uhrzeit 7:45

Ich habe kein Auge zugetan. Diesmal hat die Schlaflosigkeit allerdings einen konkreten Grund, das Klopfen hat mitten in der Nacht wieder begonnen und hört seitdem nicht mehr auf. Irgendjemand oder IRGENDETWAS will hier herein! Die Außentür ist zwar extrem stabil und auch die Innentür ist nicht ohne Weiteres aufzubekommen, aber ich werde trotzdem Vorbereitungen für eine direkte Konfrontation treffen müssen. So einfach bekommt ihr mich nicht, ihr verdammten Bastarde!  Uhrzeit 12:28, Nachtrag: Das Klopfen hat auch den ganzen Vormittag angehalten, erst vor wenigen Minuten ist es endlich ruhig geworden. Ich überlege die Außentür nach Schäden zu überprüfen, aber ich kann mich nicht dazu überwinden die Innentür zu öffnen. Drei Mal war ich schon kurz davor, aber sobald ich den Schlüsselbund in die Hand nehme und mich der Tür nähere, bekomme ich so ein seltsames Zittern am ganzen Körper, der Magen krampft, Schweiß bricht aus – ich kann es einfach nicht. Werde heute Nachmittag an der Verteidigung des Bunkers feilen, auch wenn ich lieber das Periskop weiter voranbringen würde, ich muss erst zwingend für meine Sicherheit sorgen. Uhrzeit 22:46, Nachtrag: Den ganzen Nachmittag wieder das Klopfen. Ohrenbetäubend laut und dröhnend. Kann mich gar nicht mehr konzentrieren, kein klarer Gedanke ist zu fassen, alles fließt chaotisch auseinander. Werde mich morgen zwingen (!) die Innentür zu öffnen, und sei es nur, um im Zwischengang Fallen aufzustellen. Morgen nicht vergessen: Unbedingt die Pflanzen gießen!

Dienstag 19. Februar 2041, Uhrzeit 7:48

Die Außentür ist aufgebrochen worden – die Eindringlinge sind in den Zwischengang vorgedrungen. Heute morgen um 7 Uhr erschütterte eine gewaltige Explosion den Bunker, es krachte und die Erde bebte, ich hatte panische Angst, dass mir der Bunker über dem Kopf zusammenbricht, obwohl ich es eigentlich besser wissen müsste. Jetzt schlagen sie heftig gegen die Innentür und ich könnte mich verfluchen, weil ich den Zwischengang nicht gestern schon vermint habe. Heute ist es zu spät und so wie es aussieht, wird es nur noch eine Frage von Stunden sein, bis sie hier drinnen sind. Aber ich werde es ihnen nicht leicht machen, oh nein! Meine Vorräte gibt es nicht kampflos abzustauben! Uhrzeit 13:15, Nachtrag: Dieses ständige Klopfen und Hämmern macht mich total mürbe – ich halte das nicht aus! Es dröhnt in meinen Ohren, vibriert in meinen Zähnen und mit jedem Schlag, der von außen gegen die Tür des Bunkers knallt, fühle ich mich verletzlicher, angreifbarer und ganz und gar hilflos. Ich hocke hier, völlig auf mich allein gestellt, bin bis an die Zähne bewaffnet und kann doch nur warten und hoffen…

Mittwoch 20. Februar 2041, Uhrzeit 15:30

Ich habe Frederick Zimmermann erschossen. Ich weiß gerade nicht wie ich es anders formulieren soll, also sage ich es lieber wie es ist: Ich hab’ den alten Freddy über den Haufen geschossen. Wie hätte ich aber auch wissen sollen, dass es ausgerechnet meine ehemaligen Nachbarn waren, die aus reiner Neugierde in den Bunker eingedrungen sind? Wie hätte ich bitte ahnen können, dass da oben alles noch beim Alten ist und sie alle dachten, ich wäre vor Jahren nach Amerika ausgewandert, ohne mich zu verabschieden? Aber ich erzähle besser der Reihe nach, denn es ist viel passiert. Gestern Abend, kurz vor 22:30 Uhr, gab die Innentür des Bunkers nach. Ich hatte mich in sicherer Entfernung verbarrikadiert und feuerte eine Ladung Schrot ab, sobald der erste Eindringling seinen hässlichen Schädel durch die aufgebrochene Türe schob. Sein Kopf platzte wie ein Ei in der Mikrowelle und ich hörte aus dem Zwischengang schreckliche Schreie, die mir seltsam vertraut erschienen. Stellt sich doch glatt heraus, der zerschossene Kopf gehörte meinem guten Bekannten Freddy Zimmermann. In seinem Schlepptau Adrian Müller, Thorsten Weber und Karsten Schröter, die alle hysterisch durcheinander schrieen wie aufgeschreckte Hühner und wer will es ihnen verdenken, immerhin hatte ich gerade ihren besten Freund mit meiner Schrotflinte enthauptet und der Anblick war nicht gerade angenehm. Fast hätte ich Adrian Müller auch noch erschossen, doch im letzten Moment hielt mich der Klang seiner Stimme zurück, er schrie und bettelte um sein Leben und da dachte ich nur bei mir: „Komisch, das Gejammer kennst du doch?“ – und so war es dann auch. Habe mich natürlich sofort entschuldigt und die Waffe aus der Hand gelegt, war ja ein schlimmes Missverständnis und da muss man die Größe besitzen seinen Fehler zuzugeben. Adrian Müller ist trotzdem ohnmächtig zusammengebrochen, aber der hat ja noch nie viel aushalten können. Und weil ich gerade dabei bin von Fehlern zu sprechen: es war wohl auch ein Fehler in den Bunker zu ziehen. Der Atomschlag ist nämlich nie passiert. Klar, es gab Krieg zwischen Indien und China und wenn ich meine alten Nachbarn richtig verstanden habe, war dieser auch kein Zuckerschlecken, aber die totale Vernichtung ist wohl ausgeblieben, die Erde dreht sich munter weiter. Ich war die letzten zwanzig Jahre praktisch umsonst in meinem Bunker. Karsten Schröter konnte sich eine bissige Bemerkung nicht verkneifen und es hat nicht viel gefehlt, ich hätte ihn für seine Gehässigkeit erschlagen. Ich bin ziemlich frustriert, das muss ich zugeben. Die drei haben sich dann auch ziemlich zügig wieder verabschiedet. Den armen, alten Freddy haben sie natürlich mitgenommen, wobei Teile von ihm doch noch hier unten geblieben sind, an den Wänden und auf dem Boden verteilt. Ich hoffe, er nimmt es mir nicht allzu übel. Jetzt warte ich auf ihre Rückkehr, sie haben versprochen mich abzuholen und nach oben zu begleiten, sobald sie sich um den guten Fred gekümmert haben. Ich bin wirklich unsicher und weiß gar nicht zu sagen, ob ich mich darüber freuen soll oder nicht…

© sybille lengauer

PressWurst #3

Veröffentlicht: März 24, 2021 in Neuigkeiten
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Liebe Lesende,
ganz hervorragend ist sie gelungen, die nunmehr dritte Ausgabe der PressWurst, daher wird mein Belegexemplar auch streng von der kleinen Punkette bewacht! Schon auf der ersten Seite wagt die PressWurst etwas Farbe und wow, das steht ihr richtig gut. Man sollte also ruhig einen scheuen Blick riskieren, aber Vorsicht: es könnte sein, dass man ganz plötzlich auf unerhört gute Gedichte stößt oder sich in einer kleinen, feinen Geschichte verliert…

(PressWurst #3, Thema Glück/Unsglück, Hrsg Christoph Kleinhubbert/Roland Adelmann, Rodneys Underground Press Link zu Rodneys)
Mit Texten und Bildern von:
Daniel Anhut, Antoinette, Michael Blümel, Chris Bose, Marvin Chlada, Fatima Djamila Wollgast, Matthias Engels, Thomas Günther, Felix Martin Gutermuth, Theo Heimann, Wolfgang Hermann, Harald Kappel, Boris Kerenski, Marco Kerler, Roland Adelmann, Christoph Kleinhubbert, Sybille Lengauer, Thorsten Nesch, Jörg Neugebauer, Markus Prem, Angelina Sdunek,.

Die Worte fliegen hoch

Veröffentlicht: März 21, 2021 in Gedichte

Die Worte fliegen hoch

Alle meine Worte fliegen davon,
Im Blau des Himmels,
Möwengleich,
Sonnengebleicht,
Wolkenweiß,
Die fliegenden Worte,
Und ich träume mit offenen Augen,
Träume vom Frieden,
Der alle eint,
Träume von Freiheit,
Die jeden meint,
Alle meine Worte fliegen davon,
Im Glanz der Sonne,
Schwalbenweich,
Federleicht,
Himmelsweit,
Die fliegenden Worte.

© sybille lengauer