Ein Einsamkeitslied

Veröffentlicht: April 19, 2014 in Gefasel
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Wenn die Einsamkeit kommt,
Auf leisen, sanften Pfoten,
Hast du meist nichts Bessres vor,
Und bittest sie herein.
Wenn sie dir um die Beine streicht,
Mit aufmunterndem Schnurren,
Bist du oft nicht abgeneigt
Und lässt dich still umschmeicheln.
Wenn du dann jedoch nicht Acht gibst,
Beißt sie dich mit ihren Zähnen.
Nadelspitz und pestverseucht,
Wie auch die Krallen, die sie schärft.
Reißt sich ein Stück aus deiner Haut,
Ein wenig Fleisch nimmt sie auch gerne,
Und dir bleibt dann nur ein Pflaster,
Um die Schande zu verstecken.
Also, Einsamer, pass auf,
Wenn sie dich wieder sanft umrundet,
Dass du gewappnet bist –
Dich rüstest!
Und Schienbeinschützer trägst.
 
 
© Sybille Lengauer
 
 
 
Kommentare
  1. Und doch denkt man an die Schienbeinschützer immer erst, nachdem man wieder einmal verletzt wurde…

  2. elyas de Rion sagt:

    Einsamkeit

    Nein, Probleme gibt es keine.
    Sie meint ja und sagt doch nein.
    Das Problem sei, wie sie meine,
    Nähe fordert alles ein.

    Diese Nähe will sie nicht,
    das hat sie schon früh entschieden,
    Nähe würde sonst zur Pflicht,
    diese aber wird gemieden.

    Dabei wär nur eines wichtig,
    sich ganz einfach fallen lassen.
    Und sie weiß, das wäre richtig,
    denn sie fühlt sich so verlassen.

    So ist sie seit vielen Jahren
    immer einsam, unzufrieden,
    träumt von Liebe, hat erfahren
    dazu müsste auch sie lieben.

    © elyas

  3. Ben Froehlich sagt:

    Und sie wegtritst, die Böse!

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