Auf die Performance kommt es an.
In diesem Hundeleben.
Selbstdarstellung sells.
Und die Vögel sterben.

Keine falsche Bescheidenheit.
Auf diesem Höllenplaneten.
Von nichts kommt nichts.
Und die Insekten sterben.

Darf’s ein bisschen mehr sein?
Von diesem Alptraum.
Es wird einem nichts geschenkt.
Und die Fische sterben.

Es muss aufwärts gehen.
In diesem Irrenhaus.
Eine Wirtschaft muss wachsen.
Und die Amphibien sterben.

Wir werden Geschichte sein.
In dieser langen Erzählung.
Alles hat ein Ende.
Wir sterben.

© sybille lengauer

Kommentare
  1. Der Emil sagt:

    Ein wenig dystopisch, weil Tatsachen angeführt sind.

    Und doch: Gefällt mir gut.

    • Sybille Lengauer sagt:

      Ja, irgendwie muss man die Nachrichten verarbeiten, die man so zu lesen bekommt. Und ich werd das Gefühl einfach nicht los, dass wir die Generation sind, die den Anfang der Apokalypse miterlebt und mitgestaltet. Aber das Gefühl hatten auch schon einige Generationen vor mir… und so ist alles irgendwie ein ewiger Kreislauf.

      • Der Emil sagt:

        Vielleicht haben die Generationen vor uns die Apokalypse vorbereitet; wir aber, die wir nach sommerlichen Autobahnfahrten keine toten Insekten mehr von der Frontscheibe schaben müssen, wir erleben tatsächlich ihren Anfang …

      • Sybille Lengauer sagt:

        Ich glaube, ich bin in dieses…präapokalyptische…Schuldgefühl schon hineingewachsen. In meiner Kindheit (80er) habe ich gerne Tier/Naturdokus gesehen und schon damals endeten die fast immer mit „…aber der Frieden / die Schönheit / das Wasauchimmer ist bedroht, denn der Mensch dringt in diesen Lebensraum vor und zerstört…“ Wie soll man da kein schlechtes Gewissen und dystopische Gedankengänge haben.

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