Schau nur die Wolken

Veröffentlicht: August 3, 2021 in Gedichte
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Schau nur die Wolken

Ich streife barfuß zwischen den Feldern,
Über Steinchen und Sand führt mein Weg,
Es knistert im Weizen,
Hoch reckt sich der Mais,
Alles wartet auf Regen,
So wie ich.
Unter meinen bloßen Füßen,
Atmet der Feldweg im Rhythmus der Erde,
Über mir, im unendlichen Himmel,
Die Bäuche der Wolken,
Vom Wind glattgebürstet,
Streifen dunkel das träumende Land,
Schau nur, die Wolken,
Bereit die Last auszuschütten,
Die sie von weither getragen,
Zwischen alldem kreisen Schwalben,
Auf der Suche,
So wie ich.

© sybille lengauer

Kommentare
  1. PPawlo sagt:

    Ein sehr berührendes Gedicht, das sich jetzt beim zweiten Durchlesen für mich ganz anders anfühlt. Zuerst kam mir Lebensfreude entgegen: Barfuß, Steinchen, Knistern… Aber die weißen Wolken am blauen Himmel , die ich dabei sah, sind ja gar nicht da . Sie sind schwer und dunkel. Sie tragen eine Last. Es kündet sich ersehnter (?) Regen an. Und die kreisenden Schwalben vermitteln nicht nur Leben, sondern Unruhe für mich. Sie suchen etwas wie du, die Dichterin, ja auch. Das spricht mich alles sehr an! Herzlich, Petra

  2. rotherbaron sagt:

    Ein sehr schönes Gedicht!!!!

  3. wildgans sagt:

    Sinnlich im Raum der Natur unterwegs. Barfuß: Mehr Leben spürbar…

  4. PPawlo sagt:

    Oh, das ist herrlich und steckt mit seiner Lebensfreude an!

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