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Was kommt und was war

Veröffentlicht: März 23, 2019 in Rezis

 

Liebe Leser,

Ankündigung: Ich möchte euch herzlich einladen, am 30.03.  ab 20:04, auf  95,4 Radio AM, dem herrlichen Literatur-Plausch von Renate Rave-Schneider und Sybille Lengauer zu lauschen. Es gibt ordentlich auf die Ohren und die Musik kommt unter anderem von den Einstürzenden Neubauten. Die Sendung wurde letzten Montag vorfrühlingshaft produziert und wird nach der Ausstrahlung auch in der Mediathek von NRWision verfügbar sein.

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Review: Luftruinen Festival (Stoßlüften und frischer Wind für kulturelle Vielfalt gegen Rassismus). Es war ein rundherum gelungener Abend mit einer wichtigen, gemeinsamen Botschaft. Wie immer großartig organisiert und geleitet von Jörg Siegert (Luftruinen), diesmal im Leo:16 Kultur- und Kneipenkollektiv, Münster. Es traten auf: Die Türmerin von Münster (Martje Salje), die mit teils heiteren, teils nachdenklichen Liedern den Abend eröffnete und das Publikum in den richtigen Schwung versetzte. Ralf Burnicki, wie immer formschön gedachte, zu Papier gebrachte und vorgetragene Texte, die nachklingen können. Kopfkompost,  feinster Schrebbelpunk mit kräftiger Gitarre und schrägen Texten. Mal hart, mal fein, genau so muss Lebensfreude klingen. Dierk Seidel, plauderte humorvoll-bitter aus dem Nähkästchen des Pädagogen. Der Dachs, Junge, was hat mich der Dachs umgehauen. Feinstes Liedermacher-Handwerk umschmeichelte die Gehörgänge. Meine Wenigkeit las natürlich auch ein bisschen vor, was soll ich sagen, es war ein Fest.

Hier die Bilder, mit freundlicher Genemigung der „Mediabase“  Fotos zur Veranstaltung

Hier der Videomitschnitt meines Beitrages: Sybille liest Dinge

Danke Jörg für die immense Arbeit und den großartigen Beitrag (Jörg liest „Und täglich grüßt ein Sarrazin“). Danke Elias für den netten Empfang im Leo:16. Danke allen Foto- , Film- und allgemeinen Nettigkeitsmenschen, deren Namen ich leider schon wieder vergessen habe. Es ist nicht bös gemeint. Danke auch dem wunderbaren Publikum, euch zu belesen hat mich begeistert.

 

 

 

Liebe Freunde, Leser und Mitmenschen,

letztes Jahr habe ich mich an einem Aufruf beteiligt und eine Kurzgeschichte für einen Fantasy-Geschichtenband rund um das grandiose Rollenspiel „Finsterland“ (http://www.finsterland.net)  eingereicht. Nun ist es bald soweit, und „Geschichten aus dem Finsterland“ kommt auf den Markt. Wer neugierig ist, kann sich schon mal ein kleines Interview mit meiner Wenigkeit durchlesen. Zu finden ist es unter:

http://www.mediafire.com/view/?3y89c8mcrc4cvv4

Viel Spaß!

Sy

Westfälische Nachrichten,
Reim und Rhythmus mit Sybille Lengauer
Fintenreiche Meisterwerke

Ihre Lyrik steckt voller Brandsätze, ihre Prosa explodiert vor mutigen Wortkanonaden. Nicht nur mit ihrer äußeren Erscheinung ist Sybille Lengauer eine der schillernsten Persönlichkeiten innerhalb Münsters junger Literaten-Szene. 2002 kam sie der Liebe wegen aus dem österreichischen Linz ins Münsterland. Zu ihren Lesungen erscheint sie mit immer neuen extravaganten Outfits. Immer aber als eine „Diva zum Anfassen“, scheut sie sich nicht vor strapaziösen Fahrten, um beispielsweise Kollegen honorarfrei bei Benefiz-Veranstaltungen zu unterstützen.

Kompromisslos ist die Autorin Jahrgang 1980 nur, wenn es um ihre Texte geht. Während ihrer Auftritte bei Poetry-Slams verzichtet Sybille Lengauer nicht selten auf jegliche Form von Effekthascherei beim Vortrag. Wenn ihr am jeweiligen Abend ein bestimmter Text unter den Nägeln brennt, bezieht sie deutlich Stellung – ohne Rücksicht auf den Wettbewerb. Mit „Goldstaub und Ruinen“ veröffentlicht Sybille Lengauer nun bereits ihren dritten eigenen Band seit 2008, prall gefüllt mit neuer Lyrik und Prosa. Auf 130 Seiten findet der Leser über 80 Gedichte und Geschichten, gewidmet „all jenen, die gegangen sind und all jenen, die noch kommen werden“.

Sybille Lengauer beherrscht Reim und Rhythmus mit Leichtigkeit. Ihre Dichtung wirkt nicht gestelzt, ihre Erzählungen sind fintenreiche, kleine Meisterwerke. Mit Wortschöpfungen wie „Nespressonestwärme“ und „Kontaktarmutskinder“ präsentiert sie ihre Lust am spielerischen Umgang mit der Sprache. Leseproben finden sich auf zahlreichen Seiten im Internet. Während einer Book-Release-Party am heutigen 24. März um 20 Uhr in der Kulturkneipe „Frauenstr. 24“ wird Sybille Lengauer „Goldstaub und Ruinen“ offiziell der Öffentlichkeit vorstellen.

» Sybille Lengauer, „Goldstaub und Ruinen“ Edition PaperONE, 9.95 Euro.

Gerold Marius Glajch