Dieses schabende, grausame Rauschen, tief in der Finsternis.

Wie soll ich es erklären.

Es ist wortlos.

Diese blinde, rasende Wut, unter den Jahresringen.

Wie soll ich sie besänftigen.

Sie ist endlos.

Diese nagende, fragende Sehnsucht, unter den Augenringen.

Wie soll ich sie stillen.

Sie ist arglos.

Dieses alberne, wiehernde Gelächter, unter dem Faltenrock.

Wie soll ich es mildern.

Es ist grenzenlos.

© sybille lengauer

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Untergang (5)

Bild  —  Veröffentlicht: August 17, 2018 in Gefasel
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Das letzte Quäntchen

Veröffentlicht: August 17, 2018 in Gedichte, Gefasel
Schlagwörter:

Neulich schlug es noch, das Unverbesserliche.
Das unbeständige,
Das Unverständliche, das.
Schlug und flatterte ein bisschen.
Wo jetzt Ruhe herrscht.

Neulich hielt er noch, der Unerschütterliche.
Der Unbestechliche,
Der Unveränderliche, der.
Stand in der Brandung.
Wo jetzt Stille herrscht.

Neulich schwelte sie noch, die Unbeirrbare.
Die Unbezwingbare,
Die Unverantwortliche, die.
Raste mit dem Kopf voran.
Wo jetzt Schweigen herrscht.

Neulich, im neulich,
Ging es, ging er, ging sie.
Neulich, im neulich,
Ging es um dich und nicht um die.

(repeat)

© sybille lengauer

Zorn (Ein Lied 2,3,4…)

Veröffentlicht: Juni 21, 2018 in Gedichte, Gefasel
Schlagwörter:, , ,

Mit dem Fleischermesser, dem scharfen und spitzen,
Möchte ich ihnen die Bäuche aufschlitzen.
Der Blutsaft quillt massenhaft,
Die Lebenskraft endet dauerhaft,
Überall im Raum verteilt.
Die Leiber.
Jackson Pollock an den Wänden.
Alles rot.
Die Leiber.
Die Leiber.
Überall im Raum verteilt.
Jackson Pollock an den Wänden.
Alles tot.
Das.
Erfreut.
Mein steinernes.
Herz.
Mit der Grasschneidesichel, der wirklich gemeinen,
Möchte ich ihre Körper entbeinen.
Den Gar… Ausmachen.
Den Sensenmann schicken.
Radieschen sollen sie nur noch von unten.
Na ihr wisst schon.
Ihre Leiber.
Ihre Leiber.
Überall im Raum verteilt.
Jackson Pollock an den Wänden.
Alles rot.
Ihre Leiber.
Ihre Leiber.
Überall im Raum verteilt.
Jackson Pollock an den Wänden.
Alles tot.
Das.
Erfreut.
Mein steinernes.
Herz.

© sybille lengauer

Sonnenaufgang

Veröffentlicht: März 4, 2018 in Allgemein

Wie du tastend dich emporhebst,
Aus der düsteren Umarmung.
Deine Farben augenschmeichelnd,
Mit der Dunkelheit verwebst.
Wie du die Stille singend machst,
Weil tausend Vogelkehlen rufen:
„Halleluja! Wir sind Leben!“

Wie die Nacht zerschellt,
Wie die Nacht zerbricht,
An deinem Licht.

Wie du den Mond verblassen lässt,
Seinen Platz am Himmel forderst.
Die andern Sterne absorbierst,
Mit stummer Unausweichlichkeit.
Wie du das Himmelsschwarz zerfaserst,
Derweil die Vogelseelen singen:
„Halleluja! Wir sind Leben!“

Wie die Nacht zerschellt,
Wie die Nacht zerbricht,
An deinem Licht.

© sybille lengauer

Ohne Titel

Veröffentlicht: Februar 10, 2018 in Allgemein

Weil’s manchmal wirklich schwer ist…

Aufgeben. Schlafen gehen. Weil’s eigentlich eh schon egal ist. Was soll der nächste Tag noch bringen? Hinter dem Horizont, einfach nur ein schwarzes Loch. Und irgendwie auch Innerlich.

Hinlegen. Nicht mehr aufstehen. Weil’s eigentlich schon lange keinen Sinn mehr macht.
Stein-sein für Fortgeschrittene. Wer braucht da schon eine Aussicht? Verschwommene Gedanken, mariniert in Traurigkeit. Das passendste Wort, für das toteste Gefühl.

Liegenbleiben. Weil’s eigentlich eh schon lange vorbei ist. Der Leuchtturm ist geschlossen. Stiert blind über die Wellen. Tagein, tagaus. Monotonie bis zum Kollaps. Und die Frage bleibt und nagt sich einen Weg durch die depressiven Synapsen.

Aufstehen. Weitermachen. Wofür zur Hölle?

© sybille lengauer

(Ein Malocher-Melancholie-Nichtgedicht)
(Geht auch als Lied durch)

Der Rücken ist krumm,
Die Seele ist schwer,
Die Finger sind wund,
Such dir selber einen Reim darauf.
Schweiß brennt in den Augen.
Anders als Tränen –
Die laufen nur.
Wir sollten hier weg,
Wir sollten hier weg,
Doch wir bleiben.
Und ertrinken.

Ich umarme die bärtige Lady und dann,
Küssen wir uns und dann,
Ja dann, wann dann?
Fangen wir, oh dann fangen wir!
Ein neues Leben an.

Die Füße sind platt,
Der Humor sicher auch,
Selbst der Arsch schmerzt,
Und das kann sich niemand ausdenken.
Schweiß brennt in den Augen.
Anders als Tränen –
Die laufen nur.
Wir sollten was ändern,
Wir sollten was ändern,
Doch wir bleiben.
Und vermoosen.

Ich umarme die bärtige Lady und dann,
Küssen wir uns und dann,
Ja dann, wann dann?
Fangen wir, oh dann fangen wir!
Ein neues Leben an.

© sybille lengauer