Mit ‘Lied’ getaggte Beiträge

(Ein Malocher-Melancholie-Nichtgedicht)
(Geht auch als Lied durch)

Der Rücken ist krumm,
Die Seele ist schwer,
Die Finger sind wund,
Such dir selber einen Reim darauf.
Schweiß brennt in den Augen.
Anders als Tränen –
Die laufen nur.
Wir sollten hier weg,
Wir sollten hier weg,
Doch wir bleiben.
Und ertrinken.

Ich umarme die bärtige Lady und dann,
Küssen wir uns und dann,
Ja dann, wann dann?
Fangen wir, oh dann fangen wir!
Ein neues Leben an.

Die Füße sind platt,
Der Humor sicher auch,
Selbst der Arsch schmerzt,
Und das kann sich niemand ausdenken.
Schweiß brennt in den Augen.
Anders als Tränen –
Die laufen nur.
Wir sollten was ändern,
Wir sollten was ändern,
Doch wir bleiben.
Und vermoosen.

Ich umarme die bärtige Lady und dann,
Küssen wir uns und dann,
Ja dann, wann dann?
Fangen wir, oh dann fangen wir!
Ein neues Leben an.

© sybille lengauer

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Ich will dass du aufprallst.
Aufschlägst.
Wie ein Sack voll Steine.
Oder Sandsack.
Sandstein.
Der aus dem Himmel fällt.
 
Ich will dass du aufplatzt.
Aufgehst.
Wie ein Sack voll Steine.
Oder Sandsack.
Sandstein.
Dein Staub verdeckt die Sonne.
 
Ich will dass du aufreißt.
Aufknallst.
Wie ein Sack voll Steine.
Oder Sandsack.
Sandstein.
Dein Blut verbrennt die Erde.
 
Ich will dass du aufgibst.
Aufbrichst.
Wie an Sack voll Steine.
Oder Sandsack.
Sandstein.
Dein Tod gebiert die Sterne.
 
 
© Sybille Lengauer
 
 
Wenn die Einsamkeit kommt,
Auf leisen, sanften Pfoten,
Hast du meist nichts Bessres vor,
Und bittest sie herein.
Wenn sie dir um die Beine streicht,
Mit aufmunterndem Schnurren,
Bist du oft nicht abgeneigt
Und lässt dich still umschmeicheln.
Wenn du dann jedoch nicht Acht gibst,
Beißt sie dich mit ihren Zähnen.
Nadelspitz und pestverseucht,
Wie auch die Krallen, die sie schärft.
Reißt sich ein Stück aus deiner Haut,
Ein wenig Fleisch nimmt sie auch gerne,
Und dir bleibt dann nur ein Pflaster,
Um die Schande zu verstecken.
Also, Einsamer, pass auf,
Wenn sie dich wieder sanft umrundet,
Dass du gewappnet bist –
Dich rüstest!
Und Schienbeinschützer trägst.
 
 
© Sybille Lengauer
 
 
 

A.v.S.

Veröffentlicht: Mai 25, 2011 in Gedichte
Schlagwörter:, , , ,
 
Ich bin gestrandet,
Am Arsch der Natur,
Wo ich auch hinseh,
Betonwüste pur.
Ich bin gestrandet,
Was mach ich hier nur,
Plattenbausiedlung,
Statt Liebe in Dur.
 
Alles voll Scheiße,
So richtig Scheiße,
Alles voll Scheiße,
So richtig Scheiße…
 
Jetzt heul ich den Mond an,
Weiß nicht was ich soll,
Ich komm nicht mehr weg hier,
Mein Leben spielt Moll.
Ich bin gestrandet,
Am Arsch dieser Welt,
Die Jacke zerrissen,
In den Taschen kein Geld.
 
Alles voll Scheiße,
So richtig Scheiße,
Alles voll Scheiße,
So richtig Scheiße…
 
 
© Sybille Lengauer

Ein Lied 2,3,4

Veröffentlicht: April 21, 2011 in Gedichte, Gedichte / Geschichten / Neuigkeiten, Gefasel
Schlagwörter:, ,

 

Es ist nichts. Nur ein dickes, schwarzes Kariesloch im Gehirn, gefüllt mit Trostlosigkeit.
Es ist nichts. Nur ein kleiner, toter Kanarienvogel im Herzen, erstickt an der Verzweiflung.
Es ist nichts. Nur ein magerer, blasser Schatten in der Seele, verheddert im Gefühl.

Nur ich und ich und ich,
In absoluter Leere.
Nur ich und ich und ich,
Im anaeroben Raum.

Es ist nichts. Nur ein dicker, sich windender Wurm im Gehirn, besoffen vor Traurigkeit.
Es ist nichts. Nur ein kleiner, gieriger Geist im Herzen, verfettet durch die Resignation.
Es ist nichts. Nur ein magerer, erschöpfter Träumer in der Seele, kapitulierend in der Stille.

Nur ich und ich und ich,
In absoluter Leere.
Nur ich und ich und ich,
Im anaeroben Raum.

Es ist nichts. Nur ein wenig, nur ein bisschen, nur ein kleines Stückchen Kummer.
Es ist nichts. Nur ein wenig, nur ein bisschen, nur ein kleines Stück Gefühl.

Es ist nichts.
Nur ein wenig ich.
Es ist nichts.
Nur ein bisschen ich.
Es ist nichts.
Nur ein Stückchen ich.
Im anaeroben Raum.

 

© Sybille Lengauer