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Das Jahr der Traurigkeit

Veröffentlicht: Juni 15, 2022 in Gefasel
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Das Jahr der Traurigkeit

Jeden Tag Tränen,
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© sybille lengauer

Vogelfrei

Veröffentlicht: März 26, 2017 in Kurzgeschichten
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Der Raum war kalt und abweisend. Staub flirrte in blassen Sonnenstrahlen, der scheinbar nur zögernd durch das verdreckte Fenster schienen. Auf dem wurmstichigen Fensterbrett stand ein kleiner Blumentopf, in dem eine gelbliche Pflanze verdorrte. Fruchtfliegen schwirrten in sanften Bahnen durch die trockene Luft. Es roch nach Einsamkeit und geronnener Zeit. Ein alter Mann saß gebeugt auf einem Stuhl, malte zittrige Kreise auf den Plastiktisch. Mechanisch tauchte er seinen Zeigefinger in einen Kaffeebecher, leckte daran, zog einen neuen Kreis ins vergilbte weiß der Tischplatte. Ein alter Fernseher, der in seiner übertriebenen Größe den Raum beherrschte, plärrte sinnlose Werbebotschaften in sein Gehirn. Er hörte schon lange nicht mehr hin.

Ein dumpfer Knall ließ ihn aufschrecken. Gehetzt sah er sich in um, als wäre er aus einem schlechten Traum aufgewacht. Langsam stand er auf und ging zum Fenster, wobei er hörbar die Luft einsog, als er seine arthritischen Knochen streckte. Auf dem Sims lag ein zerzaustes Bündel Federn. Dünne Vogelbeine reckten sich in die Luft. Ein zerzauster, schwarzer Kopf lag auf der Seite, die Augen geschlossen. Eine kleine Amsel. Zitternd stellte der alte Mann den Blumentopf auf den Boden, öffnete das Fenster und griff vorsichtig nach dem Vogel. Als er ihn mit seinen Händen umschloss, fühlte er ein leichtes Zucken.

Mit großem Bedacht ging er zurück zum Tisch, legte die kleine Amsel vor sich hin und schaute zu, wie sie atmete. Wartete. Langsam öffnete der Vogel die Augen. Lag auf der Seite und pumpte Luft in seine zarte Lunge. Durch das geöffnete Fenster drang Kindergeschrei. Ein Zittern lief durch den Körper des Vogels. Er krampfte. Schloss seine gelb umrandeten Augen. Der alte Mann seufzte tief, stand langsam auf und holte eine Schuhschachtel aus dem Abstellraum. Er polsterte sie mit Zeitungspapier, dann legte er die kleine Amsel hinein. Schloss den Deckel und stellte die Schachtel auf das Fensterbrett. Setzte sich erneut an den Tisch. Seufzte. Tauchte seinen Finger in den Kaffeebecher und malte einen zittrigen Kreis. Die Zeit blieb wieder stehen.

Leises Rascheln aus der Schachtel ließ ihn innehalten. Ächzend stand er erneut auf, ging zum Fenster und öffnete den Deckel. Die kleine Amsel blickte ihm erschrocken entgegen. Das Gefieder unordentlich. Die Flügel leicht abgespreizt vom Körper. Aufgeplustert saß sie in den Zeitungen. Der alte Mann schaute erstaunt zurück. Er hob langsam die Schachtel und hielt sie aus dem Fenster. Der Vogel schien ihn zu verstehen, schüttelte sich kurz und schwang sich dann in den Himmel. Flog ein wenig ungelenk, landete jedoch sicher im Kastanienbaum, der den kleinen Innenhof beschattete. Dort blieb er sitzen und sang ein kurzes Lied.Der alte Mann stand am Fenster, beobachtete die Amsel im Baum und dachte nach. Ein paar Minuten später drehte er sich um und ging in den Abstellraum. Er holte die große Schachtel, in der einst sein Fernseher geliefert worden war. Polsterte sie mit Zeitungspapier aus und kletterte mühsam hinein.

Der Vogel in der Kastanie sang erneut sein kleines Lied, als der alte Mann den Deckel über der Schachtel schloss und wartete…

© Sybille Lengauer

Der Wind

Veröffentlicht: Juli 30, 2013 in Gedichte, Geschichten oder so ähnlich
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Stille.  Nachtschlafene Zeit.  Der blass orange Lichtschein einer uralten Salzlampe, der von der Dunkelheit in eine Ecke des Raumes gedrängt wird. Die Existenz bleibt stehen. Verharrt in einer endlos langen, schmerzhaften Sekunde. Draußen kein Geräusch. Drinnen lautloses Weinen. Die Uhren stehen still. Etwas Wind kommt auf. Raschelt sanft in den Bäumen. Das Leben macht eine Pause, so kurz vor dem Abgrund. Verharrt dort, fast bewegungslos. Zittert ein wenig, weil mir gerade das Herz zerbricht. Vielleicht ist es aber auch nur der Wind.

Und vielleicht liegt alles nur am Wind, der uns forttreibt wie die Wolken. Ziellos. Zeitlos. Am sternenzerfunkelten Himmel. Der uns zusammenballt und wieder auseinanderreißt. Ohne erkennbare Richtung.

Schwere. Sommerschwüle Luft. Der Geruch von verwesendem Tod und sonnendurchtränkten Wiesen. Tiefe Atemzüge. Zwei. Drei. Vier. Pause. Die Gedanken drehen sich um sich selbst. Verweilen in einer endlos langen, schmerzhaften Schleife. Draußen geht das Leben weiter. Drinnen verliert es sich in Bedeutungslosigkeit. Der Wind wird stärker. Weht durch das offene Fenster. Bringt die Verheißung des Regens mit sich, riecht nach Kupfer und altem Eisen. Leises Donnergrollen durchbricht die Stille. Die Gegenwart dehnt sich unfassbar weit aus. Krümmt sich ein wenig, weil mir gerade das Herz zerbricht. Vielleicht ist es aber auch nur der Wind.

© Sybille Lengauer

Es is(s)t

Veröffentlicht: Juli 27, 2013 in Gefasel
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Es ist nicht richtig. Es ist so absolut nicht richtig, dass es sogar von der gegenüberliegenden Seite betrachtet falsch ist. Es ist verkehrt. Völlig und ohne Anspruch auf Ordnung. Es brennt, wuchert, ballt sich zusammen. Überflügelt und untergräbt. Frisst sich einen Weg, quer durch mein gesamtes System. Lächelt dabei. Es ist absurd. Es ist so unfassbar absurd, dass unsere Gehirne es auch vernetzt nicht klar erfassen können. Es ist unbegreiflich. Chaotisch und monströs in seiner Hässlichkeit. Und fräst sich in meine Haut. Reißt tiefe Löcher durch Muskeln, Sehnen, Knochen.  Durchbricht die Wände meiner Adern. Schlägt nadelspitze Zähne in jedes Blutkörperchen. Saugt mich auf. Stück für Stück. Bohrt blassrosa Tentakel durch meine Nervenbahnen. Lächelt dabei. Es ist abartig. Es ist so pervers abartig, dass ich erstarre wie das Kaninchen vor der Schlange. Die Pupillen geweitet, kalter Schweiß auf meiner Haut. Der Atem flach, die Botenstoffe rasen. Hektische Stroboskopgewitter in meinem Gehirn. Ein Feuerwerk der Panik. Das Herz steht fassungslos still. Es wirft mich hochkant aus meinem Körper. Tritt mich, eiskalten Blickes, aus meinem Universum. Schlingt mich weiter in sich hinein. Umwindet jede Zelle, bis alles in mir erstickt ist. Verschlingt genüsslich meine Seele. Lächelt dabei. Und ich habe Angst. Todesangst. Während es mir sein Schlaflied singt.

© Sybille Lengauer

Unendliche Gefühle

Veröffentlicht: Juli 21, 2013 in Gedichte
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Ich fühle mich wie der Gmork. Hänge an einer unzerbrechlichen Kette. Verdammt dazu auszuharren und zuzusehen, wie meine Welt langsam zerfällt. Gefangen durch eigene Dummheit. Zernagt von Selbstvorwürfen. Ich verzehre mich vor Wut. Warte auf das Nichts.

Liebe dich. Hasse dich. Liebe dich. Hasse dich.

Ich fühle mich wie die uralte Morla. Allein im Moor der Traurigkeit. Umnebelt von seufzenden Dämpfen, die meine Sinne langsam schlafen legen. Mein Leben hat keinen Geschmack mehr. Aber das ist mir egal. Ich ergebe mich der Bedeutungslosigkeit. Warte auf das Nichts.

Liebe dich. Hasse dich. Liebe dich. Hasse dich.

Ich fühle mich wie das Südliche Orakel. Stelle Fragen, die nicht zu beantworten sind. Mein Blick tötet jeden, der es trotzdem versucht. Ich lasse dich ein, wenn du vergisst, was du willst. Doch was hinter meiner letzten Türe liegt, wird dir die Hoffnung rauben. Warte auf das Nichts.

Liebe dich. Hasse dich. Liebe dich. Hasse dich.

Ich fühle mich wie Ygramul die Viele. Tausend einzelne Gedanken, von einem Willen geleitet. Böse und doch verzweifelt bemüht, das Richtige zu tun. Mein Gift ist tödlich und bringt dich weg von mir. Wohin auch immer du willst. Ich werde verhungern, wenn du erst fort bist. Warte auf das Nichts.

Liebe dich. Hasse dich. Liebe dich. Hasse dich.

Und es nimmt kein Ende.

Es nimmt kein Ende.

Es nimmt kein Ende.

Es nimmt kein Ende.

Es nimmt kein Ende…

© Sybille Lengauer

Und tausend Zigaretten später fällt dir ein, was fehlt. Und nichts was etwas daran ändern könnte. Nicht dass du es nicht versuchen würdest. Nicht dass du dich nicht angestrengt hättest. Tausend Wege führen nicht zwingend zum Glück. Und tausend Kaffeetassen später fällt dir auf, warum nichts geht. Und alles dreht sich nur um ein paar kleine Gedanken. Alles steht still, weil es an einer Stelle nicht weitergeht. Alles ist kein bisschen so wie erwartet. Tausend Träume führen nicht unbedingt zum Ziel. Und tausend Wutausbrüche später fällt dir auf, dass es egal ist. Und jeder der etwas anderes sagt ist ein Spinner. Jeder der dich verstehen will, läuft in den Stacheldraht. Jeder der dir widerspricht, verrät dich maßlos. Tausendfach geheuchelter Selbstbetrug führt nicht garantiert zur Zufriedenheit. Und tausend Eingeständnisse später fällt dir auf, was du erreicht hast. Und keiner, der es dir nicht schon früher gesagt hätte. Keiner, der nicht annähernd geahnt hätte, wie es kommen würde. Keiner, der nur einen Moment an dir gezweifelt hätte. Tausend nett gemeinte Worte führen nicht automatisch zu einem Happy End. Und tausend Zigaretten später, tausend Kaffetassen später, tausend Wutausbrüche später, tausend Eingeständnisse später, stehst du immer noch am Anfang, stehst du immer noch ganz wo anders, stehst du immer noch im Nirgendwo. Tausend Versuche führen immer noch ins Nichts.

© Sybille Lengauer